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Fahrtest: Hyundai i20 1.6 CRDi PremiumDer Hyundai i20 ist genau zur richtigen Zeit lanciert worden. Das kompakte, höchst ökonomische Fahrzeug passt in die Wirtschaftslandschaft, vermittelt aber auch Fahrspass. Die Dieselversion lässt auch Freude am Sparen aufkommen. Franz Welte / Quelle: St. Galler Nachrichten / Freitag, 19. Februar 2010 / 13:36 h
Sicher muss man den fünftürigen, äusserst praktischen Hyundai i20 in die Evaluation einbeziehen, wenn man ein Fahrzeug in der Kompaktklasse anschaffen möchte. Tiefer, länger und breiter als der bisherige Getz lässt er sich eher als kleinere Ausgabe des i30 beschreiben. Der verlängerte Radstand kommt dem Platzangebot im Innern zugute. Das Äussere darf als pfiffig bezeichnet werden, wenn auch - wohl bewusst – auf stilistische Extravaganzen verzichtet wurde.
Hohes Mass an Variabilität Die grossen Werte des nicht ganz vier Meter langen Wagens finden sich auch im Innern des Fahrzeugs. Hier treffen wir nicht nur auf ein klassisches Cockpit mit gut ablesbaren Rundinstrumenten, sondern auch auf ein hohes Mass an Variabilität. Die 40:60 abklappbaren Rücksitzlehnen ermöglichen einen flachen Laderaum. Der 295 Liter grosse Kofferraum lässt sich dank der tiefen Ladekante einfach bestücken. Bei vollständigem Abklappen der Rücksitze lassen sich maximal 1060 Liter verstauen. Die von uns gefahrene Ausstattungsstufe „Premium“ lässt keine Wünsche offen. So werden elektrische Fensterheber nicht nur vorne, sondern auch hinten geboten. Als Ergänzung zur Klimaautomatik wird auch ein klimatisiertes Handschuhfach eingebaut. Das Lenkrad ist vertikal und axial verstellbar. Sogar Luxuscharakter fehlt nicht, dafür zeugen das Stoff/Leder-Interieur und die Sitzheizung vorne. Bei der Sicherheit ist das Elektronische Stabilitätsprogramm ESP mit Notbremsassistent zu erwähnen, eine wichtige Ausrüstung für Grenzsituationen. Doch schon die niedrigste Ausstattungsstufe „Comfort“ bietet serienmässig weit mehr als üblich, nämlich sechs Airbags, eine Audioanlage mit im Blickfeld des Fahrers angesiedelten Display, Radio, CD, MP3-Player. Moderne Erscheinung: Hyundai i20 / Foto: hyundai.ch
Seitenansicht / Foto: hyundai.ch
Rückansicht / Foto: hyundai.ch
Innenraum / Foto: hyundai.ch
Ab der mittleren Ausstattungsvariante „Style“ zählen zudem das Multifunktions-Lenkrad, die Fernbedienung für die Zentralverriegelung und die elektrische Verstellung der Seitenspiegel zur Serienausstattung. Vorzügliches Fahrverhalten Das Fahrverhalten des Fronttrieblers mit der straffen und doch komfortablen Auslegung darf als vorzüglich bezeichnet werden. Wir staunten während unseren Testfahrten immer wieder über die Laufruhe. Das ist natürlich auch auf den gezielten Einsatz von Dämmmaterial zurückzuführen.Mehr Leistung – weniger Verbrauch Beim i20 schritt Hyundai auch zu einer willkommenen Erneuerung bei der Motorisierung. Die Benzin- und Dieselmotoren sind auf höhere Leistung bei weniger Verbrauch ausgelegt. Unser Testfahrzeug war mit dem kräftigen 1,6-Liter-Turbo-Dieselmotor bestückt, der nicht weniger als 128 PS leistet und ein für dieses Fahrzeugsegment besonders hohes Drehmoment von 260 Nm aufweist. Natürlich zählt der Dieselpartikelfilter zur Serienausstattung. Nach Werkangabe kommt der i20 mit diesem Aggregat in Verbindung mit dem Sechsgang-Schaltgetriebe auf einen Verbrauch von nur 4,4 Liter auf hundert Kilometer, während der SO2-Ausstoss bei niedrigen 117 g/km liegt. Klar, dass dies die mustergültige Energieeffizienz-Klasse A ergibt. Da wir jedoch viel in der Stadt und im Übrigen recht temperamentvoll unterwegs waren, zeigte die Computer-Anzeige einen durchschnittlichen Verbrauch von 5,6 Liter an. Die Höchstgeschwindigkeit von 190 km/h darf sich ebenso sehen lassen wie die Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 10,4 Sekunden. Nicht unerwähnt sei, dass der i20 im Euro NCAP-Test die höchste Note von fünf Sternen erhalten hat. Kein anderes Auto im B-Segment konnte seit Bestehen des Euro NCAP-Tests eine derart hohe Einstufung entgegennehmen. Günstige Verkaufspreise Die von uns beschriebene Premium-Version weist eine unverbindliche Nettopreisempfehlung von 26'890 Franken auf. Diesem teuersten Modell steht das günstigste mit dem 1,2 Liter-Benzinmotor, der 78 PS leistet, gegenüber, das schon für 15'490 Franken zu haben ist. Man darf also von einem vorzüglichen Preis-Leistungsverhältnis sprechen.Links zum Artikel:
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