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7 Jahre Haft für Amokfahrer vom 1. Mai in ZürichZürich - Der Mann, der am 1. Mai 2008 in Zürich mit seinem Auto in eine Menschenmenge hineingefahren ist, wird mit sieben Jahren Freiheitsentzug bestraft. Das Zürcher Geschworenengericht sprach ihn der mehrfachen versuchten vorsätzlichen Tötung schuldig.ade / Quelle: sda / Donnerstag, 17. Juni 2010 / 11:40 h
Zudem verurteilte es den 32-Jährigen wegen mehrfacher Gefährdung des Lebens und mehrerer Verkehrsdelikte. Zusätzlich zur Freiheitsstrafe erhielt er eine Busse von 2000 Franken. Von der Freiheitsstrafe werden dem Verurteilten seine sieben Monate Untersuchungshaft angerechnet.
Seinem Hauptopfer muss er Genugtuung von insgesamt 75'000 Franken sowie Schadenersatz in noch nicht festgelegter Höhe zahlen. Einem zweiten Opfer hat er eine Genugtuung von 8000 Franken zu entrichten.
Gerichtsgebühr von 42'000 Franken Und schliesslich hat er auch die Gerichtsgebühr von 42'000 Franken sowie weitere Verfahrenskosten zu übernehmen. Den Fahrausweis allerdings muss er - trotz mehreren Vorstrafen wegen Verkehrsdelikten - nicht abgeben. Der Angeklagte sei zwar nicht mit direktem Tötungsvorsatz in die Menge gefahren - er habe mit seiner Fahrt aber in Kauf genommen, Menschen tödliche Verletzungen zuzufügen, sagte Gerichtspräsident Pierre Martin in der mündlichen Urteilsbegründung.Das Gericht verurteilt den Amokfahrer vom 1. Mai 2008 zu 7 Jahren Haft. / Foto: Johannes Dietschi newspictures.ch
Damit sei ein Eventualvorsatz gegeben. Sofortiges Teilgeständnis Zu Gunsten des Angeklagten sprach laut Martin unter anderem sein sofortiges Teilgeständnis und die zum Ausdruck gebracht Reue. Von wirklicher Einsicht allerdings könne keine Rede sein. Der Autofahrer hatte am 1. Mai vor zwei Jahren die unbewilligte Nachdemonstration im Zürcher Stadtkreis 4 beobachtet und dann beschlossen, sein in der Nähe parkiertes Auto wegzufahren. Er fuhr mitten durch eine Menschenmenge. Mindestens drei Personen wurden verletzt, am schwersten ein 17-Jähriger. Er wurde fast 80 Meter weit unter dem Auto mitgeschleift und erlitt dabei lebensgefährliche Schürfungen und Verbrennungen. Noch heute leidet er an den Folgen des Unfalls.
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