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Fahrtest: Abarth 500Der (Fiat) 500 Abarth ist der sportliche Winzling des Jahres. Im gutmütig blickenden Retro-Wägelchen arbeitet ein 1,4 Turbo T-Jet mit 135 PS. Klar, dass die sportliche Version mit dem tiefergelegten Fahrwerk und der straffen Federung gefällt.Franz Welte / Quelle: St. Galler Nachrichten / Dienstag, 16. Februar 2010 / 11:48 h
Das kraftvolle Motörchen brilliert mit einem maximalen Drehmoment von 230 Nm bei 3000 U/min. Die Höchstgeschwindigkeit ist mit 211 km/h beinahe furchterregend, während die Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in atemberaubenden 7,9 Sekunden erfolgt. Das läst beinahe ein Gokart-Gefühl aufkommen.
Erschwingliche Sportskanone Dass die Sportmarke Abarth nach 30 Jahren ihr Comeback mit der sportlichen Version des Fiat 500 als zweitem Auto hinter dem Grande Punto Abarth feiern darf, mag überraschen. Doch der Winzling eignet sich hervorragend dafür, die Botschaft von der erschwinglichen und sympathischen Sportskanone mit dem Skorpion auf der Fronthaube unters Volk zu bringen. Rennwagen-Cockpit Äusserlich macht das sportliche Beiwerk in Form von vergrösserten Lufteinlässen, Spoiler und Heckdiffusor den kleinen Italiener nicht etwa aggressiver, sondern einfach interessanter. Ganz anders, wenn man das Fahrzeug pilotiert. Das Sportkleid im Cockpit ist perfekt. Der 1,4 T-Jet-Motor bringt den Fronttriebler so schnell auf Tempo, dass unmittelbar enorm viel Fahrfreude aufkommt. Der Sportmodus ist nötig, um das Drehmoment-Maximum von 206 Newtonmetern zu erreichen. Dabei bringt das Fahrzeug immerhin 1160 Kilo auf die Waage, ist also keineswegs auf Diät gesetzt worden. Doch die Kilos sind sinnvoll in die Sicherheit investiert, die gerade bei einem “Strassenfloh“ besonders wichtig sind. Abarth 500: Fiat 500 im attraktiven Sportkleid. / Foto: abarth.ch
So finden wir sieben Airbags sowie ABS mit EBD und dem aufwändigen ESP. Grossartige Leistung der Abarth-Ingenieure Die Abarth-Ingenieure haben aus der nicht eben ultramodernen Plattform des Fiat Panda in Polen so viel Sportlichkeit herausgeholt, wie man dies nicht für möglich gehalten hätte. Das Kurvenverhalten bei hohen Tempi vermag vorbehaltlos zu überzeugen. Mitverantwortlich dafür ist allerdings auch das Vorderachsdifferenzial, das die möglichst verlustfreie Übertragung des Drehmoments auf die Vorderachse ermöglicht. Es ist per Knopfdruck aktivierbar.Selten bei Sportwagen: Ökonomisch und ökologisch Manchmal hört man die Frage nach der heutigen Berechtigung sportlicher Kleinwagen, die mit „normalen“ Motoren wesentlich weniger verbrauchen würden. Doch beim 500 Abarth kann diese Frage nicht gestellt werden. Denn er gibt sich mit moderaten 6,5 Liter im Mix (5,4 ausserorts, 8,5 innerorts) zufrieden und ist für die künftige Abgasnorm Euro5 ausgelegt. Sogar ökologische Gründe sprechen also für den abart(h)igen Rennzwerg. Trotzdem dürfte er selbst im „Temporauschland Schweiz“ kein Volumenmodell werden. Doch die Produktionszahlen lassen dies von vorneherein nicht zu. - Im Übrigen brilliert der 500 Abarth mit jenen Vorzügen, die wir beim Testbericht des Fiat 500 ausführlich beschrieben haben. Und auch als Abarth 500 ist der Preis mit 28'990 Franken höchst anständig. Links zum Artikel:
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