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Luzerner Alleingang bei LehrerausbildungLuzern - Die Luzerner Regierung will die Lehrerausbildung künftig in eigener Regie führen. Das entsprechende Zentralschweizer Konkordat soll auf 2013 gekündigt werden. Damit nimmt sie das Risiko in Kauf, die Zusammenarbeit in der Zentralschweiz nachhaltig zu beschädigen.ade / Quelle: sda / Mittwoch, 17. März 2010 / 11:49 h
Trotz möglichen Risiken des Alleingangs stuft die Regierung die Vorteile und Chancen höher ein. Es sei möglich, dass das Vorgehen von den Partnern als arrogant empfunden werde, so Regierungspräsident Anton Schwingruber. Für Luzern sei es aber auch störend, 60 Prozent der Kosten zu bezahlen und nur eine von sechs Stimmen zu haben.
Schwingruber informierte über den vorgesehenen Austritt Luzerns aus dem Konkordat über die Pädagogische Hochschule Zentralschweiz (PHZ) von 2002. Stimmt der Kantonsrat im Mai zu, erfolgt der Austritt per 2013.
Es sei von Anfang an klar gewesen, dass die Führungsstruktur mit sechs Konkordatskantonen, drei Teilschulen und drei Trägerschaften, nicht effizient sei, sagte Schwingruber. Schon damals habe man eine Überprüfung in Aussicht gestellt.
Kanton Luzern kündigt Konkordat bei Lehrerausbildung. / Foto: Nicole Béguin ex-press.ch
Das Konkordat sei halt unter nationalem und internationalem Druck auf die Lehrerausbildung zustande gekommen. In Luzern 1210 Studierende Die PHZ ist heute auf drei Teilschulen Luzern, Zug und Schwyz (in Goldau) verteilt. In Luzern werden 1210 Studierende ausgebildet, in Zug 237 und in Goldau 157. Künftig will Luzern eine eigenständigen Hochschule für die Lehrerausbildung. Für die Zusammenarbeit mit den andern Kantonen sind Kooperations- und Leistungsvereinbarungen vorgesehen. Mit Schwyz verliefen die Kooperations-Verhandlungen bis jetzt negativ. Mit Zug ist man gemäss Schwingruber auf einem guten Weg.
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