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Hans Jörg Glattfelder - Was der Fall istDas Museum Haus Konstruktiv zeigt eine umfangreiche Einzelpräsentation des Schweizer Künstlers Hans Jörg Glattfelder. Hingehen und verweilen.Mélanie Moser / Quelle: news.ch / Montag, 4. November 2013 / 14:02 h
Hans Jörg Glattfelder zählt zu den wichtigsten zeitgenössischen Repräsentanten der konstruktiven und konkreten Kunst. Seine Arbeiten, in deren Konzeption oft auch mathematische und naturwissenschaftliche Erkenntnisse einfliessen, bestechen genauso durch ihren intellektuellen wie durch ihren formalästhetischen Reiz. Mit rund 80 Leihgaben aus öffentlichen und privaten Sammlungen gibt die Ausstellung einen Einblick in das vielschichtige Ouvre des Schweizer Künstlers, das neben Gemälden und industriell hergestellten Reliefs auch installative und eigens für die Ausstellung konzipierte Werke umfasst.
«Das Konkrete ist unentwegt in Wandlung begriffen, wobei es gewisse Eigenschaften verliert und andere ansetzt, ohne aber seine Identität zu verlieren. In den Wandlungen tritt die Identität erst in voller Bestimmtheit hervor.» H.J. Glattfelder.
Bilder im Spannungsfeld zwischen dem Rationalen und dem Sinnlichen.
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![]() Diese Vorliebe für den permanenten Wandel spiegelt sich im Zürcher Ausstellungskonzept wider: Auch wenn es sich um eine Retrospektive handelt - gezeigt werden Werke aus allen Schaffensphasen - meidet der Künstler selbst diesen Begriff und spricht lieber von Statements . «Nicht-euklidische Metapher» Anfangs der 1970er Jahren setzt sich der Künstler intensiv mit wissenschaftlichen Raumdefinitionen auseinander, studiert u.a. verschieden Theorien zur nicht-euklidischen Geometrie und findet 1977 zu einer Bildschöpfung, die er «nicht euklidische Metapher» nennt: Diese besteht aus meist viereckigen, jedoch nicht orthogonalen Bildträgern, die, in konvergierende Farblinien und Farbfelder unterteilt, eine perspektivische Verzerrung und die Illusion eines gekrümmten Raumes hervorrufen. Auch wenn Glattfelders Arbeiten ein wissenschaftlicher Ansatz zugrunde liegt, sind sie keine mathematischen Anschauungsmodelle. Glattfelder formuliert das so: «Ich bin ja Maler und kein Mathematiker. Ich kann von mathematischen Aspekten lernen, kann mir Anregungen holen, aber letztlich werde ich versuchen, den Raum zu gestalten, nach Grundsätzen der künstlerischen Tradition, nach Rhythmus, nach Dimension, nach formalen Entscheidungen. Die Formen, die ich erfinde, haben eine Beziehung, sie weisen auf etwas hin, das ich konkret eben nicht darstellen kann.» Aus diesem beschriebenen Spannungsfeld zwischen dem Rationalen und dem Sinnlichen entsteht die poetische Kraft seiner Werke. Bis 2. Februar 2014 Museum Haus Konstruktivim ewz-Unterwerk Selnau Selnaustrasse 25 8001 Zürich
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Radiolino - Grosses Radio für kleine Ohren Radiolino ist das erste deutschsprachige Web-Radio der Schweiz für Kinder zwischen 3 und 12 Jahren. Das Programm richtet sich aber auch an Eltern, Grosseltern, Onkeln und Tanten, sprich an die ganze Familie.
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