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Hammerwerfer Suter an Mord in Grenchen beteiligt?Im Dreifachmord von Grenchen ist Patric Suter, der Schweizer Rekordhalter im Hammerwerfen, unter Tatverdacht geraten. Gemäss der Zeitung «Blick» soll sich unter den vier mutmasslichen Tätern auch der Olympia-Teilnehmer von Athen 2004 befinden.bert / Quelle: sda / Mittwoch, 24. Juni 2009 / 18:28 h
Die vier Personen, zu denen laut Blick auch Suter zählt, werden von der Staatsanwaltschaft aufgrund der bisherigen Ermittlungen dringend verdächtigt, am Tötungsdelikt in Grenchen direkt oder indirekt beteiligt gewesen zu sein. Am Abend des 5. Juni war eine dreiköpfige Familie getötet worden.
Das Motiv für die Tat, der genaue Tathergang und die Rollenverteilung beim Gewaltverbrachen sind laut Staatsanwaltschaft noch unklar. Die vier Personen waren gemäss Polizei der ermorderten Familie zumindest teilweise persönlich bekannt. Vermutet wird ein Mord in Zusammenhang mit einem illegalen Schenkkreis.
Rücktritt nach Sperrung Suter trat Ende 2007 vom Leistungssport zurück und verschwand aus der Sportwelt. In Erinnerung blieben neben seinem noch heute gültigen Schweizer Rekord von 80,51 m aus dem Jahr 2003 vor allem die Querelen mit dem nationalen Verband und die Nichtselektion für die Weltmeisterschaften 2007 trotz erfüllter Limite. Swiss Athletics nahm ihn vor zwei Jahren wegen eines Vorstosses der internen Regeln nicht nach Osaka (Jap) und wenig später sperrte ihn die Disziplinarkammer für Dopingfälle von Swiss Olympic wegen der Verletzung der Meldepflicht für drei Monate.Ungerechte Behandlung? Der frühere Eishockey-Spieler und Hobby-Boxer mit Gardemassen wurde von Diskusrekordhalter Christian Erb gefördert und legte eine erfreuliche sportliche Leistungsentwicklung an den Tag.Patrick Suter trat Ende 2007 vom Leistungssport zurück und verschwand aus der Sportwelt. (Archivbild) / Foto: Claude Diderich EQ Images
Gleichwohl sorgte er primär neben dem Sportplatz für Wirbel. Wegen einer Lebensmittelvergiftung verlangte er 2002 vom Verband eine Verlängerung der Qualifikationsfrist für die EM in München, erhielt diese aber im Gegensatz zu anderen Athleten nicht. Der gebürtige Schaffhauser empfand dies als ungerecht und wollte sich danach für Usbekistan für die WM 2003 in Paris qualifizieren. Zwar erhielt er vom damaligen Schweizerischen Leichtathletik-Verband (SLV) die Freigabe, der Nationenwechsel scheiterte aber an den fehlenden usbekischen Papieren. Vorwürfe gegen Verband Mit der neuen SLV-Führung verstand er sich danach besser und nahm ohne Erfolg an den Olympischen Spielen 2004 in Athen und den WM 2005 in Helsinki teil. Suter trainierte oft in Usbekistan und Georgien unter Ex-Europameister Wassili Sidorenko. 2007 akzentuierten sich die Probleme erneut. Der Athlet war für die Schweizer Verbandsfunktionäre mehrere Wochen nicht erreichbar und sagte auch seine Teilnahme an den Schweizer Meisterschaften in Lausanne ab. Ende 2007 kehrte er mit 30 Jahren dem Sport verbittert den Rücken zu. «Mit ihrer Doping-Paranoia hat mir Swiss Athletics mutwillig und fahrlässig einen würdigen Abschluss meiner Sportkarriere verbaut», sagte er.
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