Mittwoch, 10. Juni 2026
VADIAN.NET, St.Gallen



Nachrichten.ch

Aktuell

Forum


Inland

Rüstungsexporte angepasst: Die Schweiz beliefert jetzt Kriege

Die Entwicklung der Inflation in der Schweiz 2026 im Zeichen globaler Krisen

Schweizer Velo-Infrastruktur: Zwischen punktuellen Erfolgen und systemischen Mängeln

Wie Kriege unsere Identität nachhaltig formen

Wirtschaft

Energieeffizienz beim Poolbau: Wie Planung, Technik und Bauweise den Verbrauch senken

Ferien im eigenen Garten: Wie der Sommer zu Hause zum Erlebnis wird

Wellness-Events professionell bewerben: Leitfaden für wirkungsvolle Aussenbeschilderung

Kapitalaufbau für Gewerbetreibende: Börseneinsteiger richtig starten

Ausland

Rendite trifft Moral: Der Konflikt zwischen Norwegens Ölfonds und Palantir

Schweizer Tourismus 2026: Globale Krisen, lokale Resilienz

Schweizer Rüstungsexporte verzeichnen ein markantes Wachstum

Explodierende Kosten im Iran: US-Rettungsaktion sprengt jede Dimension

Sport

Die vergessene Kraft der Salzlösung

Thomas Flohr und Charles Leclerc: Was die VistaJet-Ferrari-Partnerschaft über Strategie verrät

Tour de Suisse 2026: Die verkürzte Schleife durch die Schweiz

Jagdsaison und Schrotmunition: Was Wetterbedingungen beim Schuss bewirken

Kultur

Sneakerboutiquen: Wie aus Sportschuhen ein globales Kulturgut wurde

photo basel 2026: Die Schweizer Kunstmesse für Fotografie im Volkshaus

Die Mirabaud Gruppe eröffnet ihr renoviertes Pariser Hauptquartier an der Avenue Hoche

Die neue Pierre Huyghe Ausstellung Riehen: Ein lebendiges Ökosystem der Kunst

Kommunikation

Wie Kunden im Internet seriöse Anbieter von Betrugsseiten unterscheiden

Warum schnelles WLAN heute genauso wichtig ist wie gutes Essen

Stabiles Home Internet auf Baustellen und im Büro: Worauf Unternehmen achten sollten

Die besten Tipps für Reisen bei wechselhaftem Wetter

Boulevard

Bewegungsförderung bei Kindern: Welches Klettergerüst passt wirklich?

Nikotinbeutel im Gewerbe: Regulierung, Handel und Marktüberblick

Nikotin, Aerosol und Regulierung: Was E-Zigaretten von Tabak unterscheidet

Sommer in St. Gallen: Wie wird der Garten zur Wohlfühl-Oase?

Wissen

Die physikalischen Geheimnisse der alpinen Lichtspiele

Betriebswirtschafter HF: Aufgaben, Karriere und Lohn in der Schweiz

Wie Kollagen in der Hautpflege die Struktur des Gewebes beeinflusst

Ghostwriter: Wie arbeitet eine moderne Ghostwriting Agentur in der Schweiz?

Wetter


Kolumne


Internes

Impressum


Werbung


Publireportagen


Newsfeed


Die veröffentlichten Inhalte sind ausschliesslich zum persönlichen Gebrauch bestimmt. Die Vervielfältigung, Publikation oder Speicherung in Datenbanken, jegliche kommerzielle Nutzung sowie die Weitergabe an Dritte sind nicht gestattet.

Nachrichten.ch (c) Copyright 2026 by news.ch / VADIAN.NET AG

Kolumne


Aggressionsmanagement

von Patrik Etschmayer / Montag, 7. September 2009

. Die Szene spielte sich auf einer Landstrasse ab. Ein Autobus mit Fussballfans auf dem Rückweg von einem Match der obersten Liga wird auf offener Strecke angehalten. Doch es ist nicht die Polizei, welche die Sperre gemacht hat. Es sind Anhänger des Heimteams, welche die Blockade aufgebaut haben und nun die gegnerischen Fans überfallen. Es kommt zu einem heftigen Scharmützel auf offenem Feld, Zähne bleiben in der Wiese liegen und das Blut aus manchen Nasen findet sich nachher auf den niedergetrampelten Grashalmen.

Ein Beispiel für die Gewalttätigkeit heutiger Hooligans? Ein weiteres Zeichen, wie tief die Fussballfans mittlerweile gesunken sind? Nicht wirklich. Die oben beschriebene Keilerei ist längst Geschichte und fand vor mehr als 60 Jahren im Osten Österreichs statt.

Als vor etwas mehr als einer Woche St. Galler Fans ihren Sonderzug in Aarau stoppten und dort – nach Abmachung und Handschlag – eine Keilerei mit den heimischen Fans veranstalteten, war dies eigentlich eine wesentlich zivilisiertere Angelegenheit als die Keilerei in Niederösterreich von anno dazumal: Kein Hinterhalt, lediglich eine widerrechtlich gezogene Notbremse des Zuges (was für die SBB natürlich nicht sehr erfreulich ist). Danach eine Schlägerei von Fans, die scheinbar alle genau das wollten.

Diese beiden Raufereien zeigen mindestens zwei Dinge auf. Zum Einen, dass ein gewisser Anteil der jungen männlichen Bevölkerung ein grosses Bedürfnis hat, sich in in der Gruppe ausgetragenen, physischen Konflikten zu erfahren, zum Anderen, dass dies weder ein neues, noch ein ungewöhnliches Phänomen ist. Zudem zeigt vor allem der Zwischenfall in Aarau, dass es scheinbar möglich ist, solche Konflikte ohne Schädigung von Unschuldigen und Unbeteiligten auszutragen.

Die physische Aggression zwischen Menschen ist in unserer Gesellschaft ausserhalb von streng geregelten Kampfsportarten zu recht geächtet. Seit der Mensch auf immer engerem Raum zusammenlebt, muss er die Vorteile dieser Gesellschaft mit einem immer stärker geschnürtem gesellschaftlichen Korsett bezahlen. Die Ritualisierung von handfesten Schlägereien mündete denn auch in der Erfindung von mancher Mannschaftssportart. So hat auch der Fussball einen Vorläufer in Wettkämpfen zwischen Dörfern, wo die Dorfbevölkerungen mit allen möglichen Mitteln versuchten, einen Ball durch das Tor des anderen Dorfes zu Treiben – wüste Keilereien waren dabei eher die Regel als die Ausnahme.

Und trotzdem war bereits diese Form des Fussballs einem bewaffneten Konflikt eindeutig vorzuziehen. Die Abstraktion des Konfliktes ging weiter: Spieler und Zuschauer wurden schliesslich strickt getrennt und jede Tätlichkeit auf dem Rasen wird schwer geahndet, während die Zuschauer ihre Aggressionen in Sprechchören und Anfeuerungsrufen kanalisieren sollen.

Doch – und dies zeigt sich immer und immer wieder – reicht dies scheinbar Manchen nicht, wobei dann jene, die ungewollt zwischen die Fronten geraten und verletzt werden, ebenso zu bedauern sind, wie die Ordnungshüter, die ihren Kopf hinhalten müssen, um zwei Gruppen, die sich Gegenseitig verprügeln wollen, auseinander zu halten.

Die Schläger wollen kämpfen und wissen sehr wohl auch, dass sie Prügel einstecken müssen, wenn es zum Scharmützel kommt. Weshalb also nicht... ja, die Idee ist vielleicht nicht wirklich praktikabel, aber warum lässt man die Knaller nicht einfach auf einem abgesperrten Gelände unter Aufsicht von Vertretern der Fangruppen auf einander los? Die Vorteile wären frappant: Keine unbeteiligten Opfer, keine Polizisten, die sich von zwei Seiten angreifen lassen müssen, keine Sachschäden an Geschäften und Einrichtungen. Der heimische Fanclub müsste nachher einfach die Zähne und das Blut aufwischen.

Natürlich ist diese Idee aus diversen Gründen nicht zu verwirklichen. Alleine schon die rechtlichen Aspekte machen es unmöglich, dass unser Rechtsstaat Körperverletzung und tätliche Angriffe zulässt. Doch die Kosten der «Fan»-Konflikte steigen ständig an und offensichtlich steckt in so manchem «Ultra» ein archaischer Stammeskrieger, der bei erster Gelegenheit ausbricht – und zum Teufel mit den Konsequenzen.

Wenn auf der anderen Seite die Politik ständig probiert (wie zum Beispiel mit dem angestrebten Paintball-Verbot), Aggression per Verordnung aus der Welt zu schaffen, verleugnt sie die archaische Natur des Menschen, der ja immer noch die neurologische Ausstattung eines Steinzeitmenschen hat, dessen Flucht- und Kampfreflexe auch heute noch voll aktiv sind. Bei deren Unterdrückung kann es denn zu extremem Stress oder explosiven Ausbrüchen kommen.

Die heute vielfach vertretene Ansicht, dass Aggression etwas unnatürliches, etwas verbietbares ist, erinnert erstaunlich an die viktorianischen Ansichten zur Sexualität und die damaligen Bestrebungen, diese zu unterdrücken, zu verteufeln und zu verdrängen.

Erst wenn wir einsehen, dass ein gewisses Mass an Aggressivität bei einem Teil der Bevölkerung nicht zu beseitigen ist, können wir auch beginnen, diese zu managen und ihr Freiräume einzuräumen, so dass der Schaden so klein wie möglich gehalten werden kann. Im Interesse aller, die in Frieden leben wollen.




nachrichten.ch 1

UV-Beständigkeit: Ein Schlüssel für langlebige Outdoor-Werbemittel In der dynamischen Welt der Aussenwerbung spielt die Widerstandsfähigkeit gegen Umwelteinflüsse eine entscheidende Rolle. Eine der grössten Herausforderungen ist die UV-Strahlung, die Materialien im Freien stark beansprucht. Der Fokus liegt darauf, wie UV-Beständigkeit im Jahr 2026 die Langlebigkeit von Outdoor-Werbemitteln beeinflusst und welche strategischen Ansätze dabei eine Rolle spielen. Fortsetzung




Archiv

Patrik Etschmayer
Gute alte Zeit? Warum die Türe zu bleiben muss!


Peter Achten / Peking
Modell für die ganze Welt?


Regula Stämpfli
Es ändert sich nichts


Patrik Etschmayer
GA-CH: Das Halb-Millionen-Franken Schnäppchen


Peter Achten / Peking
Die Grosse Unordnung


Regula Stämpfli
Markt für Flüchtlinge


Patrik Etschmayer
ROSS for Bundesrat?


Peter Achten
«Verantwortungsvoller Atomstaat»


Regula Stämpfli
Armeechefs ohne Demokratie


Patrik Etschmayer
Tipps zum sicheren Abheben


Peter Achten / Peking
Das Jianbing-Staatsgeheimnis


Regula Stämpfli
Abschied von der Konkordanzschweiz


Peter Achten / Peking
Golf mit proletarischem Schwung


Patrik Etschmayer
Die wahren Verfolgten


Regula Stämpfli
Konzernrecht bricht Verfassungsrecht


Patrik Etschmayer
Initiative für die bedingungslose Briefkastenfirma


Peter Achten / Hanoi
Pho von Frau Lam


Regula Stämpfli
Sozialsystem oder Bedingungslosigkeit


Patrik Etschmayer
Drápas für Diktatoren


Peter Achten / Peking
Krasser SwissTaste


Regula Stämpfli
Maurer-Papers: Volksvertreter? Bankensprecher!


Patrik Etschmayer
Regierung oder Waschmaschine?


Peter Achten / Peking
«Das sind keine Träume»


Regula Stämpfli
Bürokratische Monster


Patrik Etschmayer
Tun als ob ... oder einfach tun, ganz ohne 'ob'


Peter Achten / Peking
Eisenbahn der Superlative


Regula Stämpfli
Kontrollieren mich die Tatsachen?*


Patrik Etschmayer
Erdowie, Erdowo, Erdowan!


Peter Achten / Peking
«Rücksichtslos die Axt anlegen»


Regula Stämpfli
Kampf der Kulturen? Welche Kultur denn?


Patrik Etschmayer
Kurssprung der Angst-Aktien


Peter Achten / Peking
Kleines Geschäftchen in der Grossen Halle


Regula Stämpfli
Lobbys machen Lobbykritik


Patrik Etschmayer
Alternative für Drumpf!


Peter Achten / Peking
Realpolitik pur


Regula Stämpfli
Ideologischer Mehltau


Patrik Etschmayer
Gebrauchtwagenhändler als Präsident!


Peter Achten, Bejing
Probleme im Tiefwasser


Regula Stämpfli
Geldsorgen gefährden Ihre Gesundheit


Patrik Etschmayer
SVP lanciert Ende Jahr EAI (Eliten-Ausschaffungs-Initiative)


Peter Achten / Peking
«Wir sind absolut loyal!»



Saudi-Arabien: Franken hui -Flüchtlinge pfui


Patrik Etschmayer
Und alle zusammen: ChuchiCHexit!


Peter Achten / Peking
«Sehnsucht nach Fussball»


Regula Stämpfli
Frauenkörper und Politik


Patrik Etschmayer
Die 500-Euro Frage


Peter Achten
Neunerprobe für die «Lady»


Regula Stämpfli
Rassismus für Glaubwürdige


Patrik Etschmayer
Hassen in der Blase


Peter Achten / Peking
Affen-Kälte - Affen-Hitze


Regula Stämpfli
Schiessbefehl gegen Journalisten


Patrik Etschmayer
Die Quartals-Realität


Peter Achten
Politisch korrekt und stabil


Regula Stämpfli
Demokratie geht immer


Patrik Etschmayer
Reppy for President?


Peter Achten / Peking
«Sichere» Zigaretten?


Regula Stämpfli
Der Politologe schützt das Volk


Patrik Etschmayer
«Keine Präsenz ohne Honorar»


Peter Achten / Peking
Status Quo mit Distanz


Regula Stämpfli
Im Bett mit Varoufakis


Patrik Etschmayer
Wenn der Bösewicht kein «Joker» ist


Peter Achten / Peking
Regionaler Morast in Ostasien


Regula Stämpfli
Speichelpolizei Bern


Patrik Etschmayer
Wenn der Rand ins Zentrum schleicht


Peter Achten / Peking
Tief einatmen!


Regula Stämpfli
Die Vorteile von Menschen mit Menstruationshintergrund


Patrik Etschmayer
Rückblick auf das nächste Jahr: Teil 2


Peter Achten / Peking
Le Petit Prince à la chinoise


Regula Stämpfli
UBER-Lösung: Die Deklaration der Daten-Unabhängigkeit


Patrik Etschmayer
Rückblick auf das nächste Jahr: Teil 1


Peter Achten / Peking
Hong Kong: Pressefreiheit in Gefahr?


Regula Stämpfli
Die Zeichensprache des Bösen


Patrik Etschmayer
Wo die Wahrheit zum Sterben hin geht


Peter Achten / Peking
Roter Wahlabend in Peking


Regula Stämpfli
Gewählt ist: Hashtag


Patrik Etschmayer
Die faschistische Internationale auf dem Vormarsch


Peter Achten / Peking
Kohl und Kohle - Atemlos


Regula Stämpfli
Einmal Lüge, immer Lüge


Patrik Etschmayer
Sparen wir die Zukunft weg!


Peter Achten / Peking
Der rosarote Hunderter


Regula Stämpfli
Phänomenomics(TM): Viagra übernimmt Botox


Patrik Etschmayer
Mauern mit Donald


Peter Achten
Xi, Obama und das «Great Game»


Regula Stämpfli
Mörderische Ordnungsprinzipien


Patrik Etschmayer
Die Geier des Grauens


Regula Stämpfli
Die Gegenwart der Geschichte


Peter Achten
Dritter Anlauf zur Demokratie



Alles an seinen Platz


Peter Achten / Peking
Nach dem Holz- der Kohle-Ausstieg?


Regula Stämpfli
«Haha» sagt der Clown: Über Dämonen in der Politik


Patrik Etschmayer
Die Suche nach dem Homosexualitäts-Gen: Schwachsinn oder Notwendigkeit?


Peter Achten / Peking
«Es gibt keine Abkürzungen»


Regula Stämpfli
#Wurstgate&Biopolitik


Patrik Etschmayer
Weltuntergangsbeleuchtung oder Chance?


Peter Achten / Peking
Kai Dang Ku - Windelweich


Regula Stämpfli
Rechts«rutsch» dank Finanzkrise


Patrik Etschmayer
Blocher-Clan


Peter Achten / Peking
Grenzen der Armut


Regula Stämpfli
Marke Schweiz: Frauenverhöhnung


Patrik Etschmayer
Akrasia und die Krisen