Freitag, 12. Juni 2026
VADIAN.NET, St.Gallen



Nachrichten.ch

Aktuell

Forum


Inland

Rüstungsexporte angepasst: Die Schweiz beliefert jetzt Kriege

Die Entwicklung der Inflation in der Schweiz 2026 im Zeichen globaler Krisen

Schweizer Velo-Infrastruktur: Zwischen punktuellen Erfolgen und systemischen Mängeln

Wie Kriege unsere Identität nachhaltig formen

Wirtschaft

Schweizer Branchenverzeichnis: Anbieter für Sport- und Jagdmunition im Überblick

Carport, Überdachung, Wintergarten - Anbau richtig planen

Was Kosmetikerinnen ihren Kundinnen wirklich empfehlen

Werbekampagnen effizienter planen: Digitale Arbeitszeittools für Agenturen

Ausland

Rendite trifft Moral: Der Konflikt zwischen Norwegens Ölfonds und Palantir

Schweizer Tourismus 2026: Globale Krisen, lokale Resilienz

Schweizer Rüstungsexporte verzeichnen ein markantes Wachstum

Explodierende Kosten im Iran: US-Rettungsaktion sprengt jede Dimension

Sport

Die vergessene Kraft der Salzlösung

Thomas Flohr und Charles Leclerc: Was die VistaJet-Ferrari-Partnerschaft über Strategie verrät

Tour de Suisse 2026: Die verkürzte Schleife durch die Schweiz

Jagdsaison und Schrotmunition: Was Wetterbedingungen beim Schuss bewirken

Kultur

Neue Apple-Serie «Maximum Pleasure Guaranteed»: Gratwanderung zwischen Comedy und Thriller

Sneakerboutiquen: Wie aus Sportschuhen ein globales Kulturgut wurde

photo basel 2026: Die Schweizer Kunstmesse für Fotografie im Volkshaus

Die Mirabaud Gruppe eröffnet ihr renoviertes Pariser Hauptquartier an der Avenue Hoche

Kommunikation

Aargau versteigert das runde Kontrollschild AG 600000

Digitale Sichtbarkeit im Wettbewerb: Warum Online Marketing für Unternehmen inzwischen unverzichtbar geworden ist

Digitale Freizeitangebote im Vergleich: Woran Transparenz und Vertrauen heute wirklich hängen

Wie Kunden im Internet seriöse Anbieter von Betrugsseiten unterscheiden

Boulevard

Der ideale Fahrradträger für den Pkw: Transportsysteme im Vergleich

So machen Sie bessere Urlaubsfotos - ohne Profi-Equipment

Altersvorsorge in der Schweiz: Wie bereite ich mich auf die Pensionierung vor

Face Yoga & Guasha: Natürliche Muskelentspannung gegen Falten

Wissen

Die physikalischen Geheimnisse der alpinen Lichtspiele

Betriebswirtschafter HF: Aufgaben, Karriere und Lohn in der Schweiz

Wie Kollagen in der Hautpflege die Struktur des Gewebes beeinflusst

Ghostwriter: Wie arbeitet eine moderne Ghostwriting Agentur in der Schweiz?

Wetter


Kolumne


Internes

Impressum


Werbung


Publireportagen


Newsfeed


Die veröffentlichten Inhalte sind ausschliesslich zum persönlichen Gebrauch bestimmt. Die Vervielfältigung, Publikation oder Speicherung in Datenbanken, jegliche kommerzielle Nutzung sowie die Weitergabe an Dritte sind nicht gestattet.

Nachrichten.ch (c) Copyright 2026 by news.ch / VADIAN.NET AG

Kolumne


Rechnungen an Idioten

Patrik Etschmayer / Montag, 23. April 2012

Die momentane Debatte um Urheberrechte konzentriert sich in erster Linie darauf, dass die einen Behaupten, sie würden bestohlen und die anderen, dass etwas, das gratis sein solle, gar nicht gestohlen werden könne. Fast nicht erwähnt werden die vielen, immer noch zahlenden Konsumenten, die mit ihrem Geld dafür sorgen, dass sie von Copyright-Eignern schikaniert werden können. Haben sie in letzter Zeit mal eine legale BluRay geschaut? Falls sie nicht zu jener Sorte von Idealisten gehören, die tatsächlich noch für Inhalte bezahlen, kommt hier die Beschreibung, wie das immer wieder mal ablaufen kann.

Als erstes meldet sich nach dem Einschalten der Heimkino-Anlage der BluRay-Player mit der Bitte, doch die neueste Firmware zu installieren (wobei es durchaus noch schlimmer kommen kann - dazu mehr weiter unten), um sicher zu stellen, dass sie Ihre, mit hart verdientem Geld gekauften Filme auch wirklich schauen können.

Nach zwei (aber gefühlten fünf) Minuten und zweifachem Ein- und Ausschalten des Players sollte es losgehen, aber auf einmal behauptet der Flachbild-Fernseher, dass da kein Signal sei. Sie schalten nochmal alles aus und ein und ja, jetzt scheint es zu klappen.

Frohgemut wird die Disk eingelegt. Als erstes läuft (wenn sie eine deutsche Disk haben) ein Anti-Piraterie-Spot ab oder, bei englischen und US-Scheiben, wird ihnen mit Kerker, Auspeitschen und einer 1-jährigen Facebooksperre (oder was ähnlichem) gedroht, wenn sie es wagen, diese Disk zu kopieren. Wenn es blöd geht, werden Sie danach mit einer Reihe von nicht überspringbaren Trailern für die neuesten Filme des Studios beglückt bevor sie - eeeeendlich - im Startmenü des Filmes ankommen, den sie gekauft haben.

Das ist die Variante, wenn Sie Glück haben. Wenn Sie Pech haben, bittet sie der Player am Anfang nicht nach einem Firmwareupdate. Nicht weil er up to date wäre sondern ganz einfach, weil der Hersteller das zwei Jahre alte Gerät nicht mehr unterstützt und so die neuesten Kopierschutzmechanismen nicht mehr nachgeladen werden. Der Bildschirm bleibt in der Folge schwarz. Besser schnell am Samstag um 20.30 Uhr einen neuen BluRay-Player kaufen gehen, während der alte in den Elektroschrott wandert!

Unterdessen hat der Nachbar, welcher eine Raubkopie mit HD-Ton und 1080p-Auflösung (sprich: BluRay-Qualität) runter geladen hat, bereits die Hälfte des Filmes geschaut ...

Doch nicht nur Disk-Hersteller machen den Konsumenten das Leben zum Ärgernis. Der Bezahlsender HBO in den USA ist soeben dabei, mit einem neuen Kopierschutzmechanismus einen Teil seiner Kunden mit älteren HDTV's sauer zu machen, weil hier scheinbar gewisse Hardware-Probleme bestünden. Resultat: Jene die bezahlen müssen sich in Help-Lines und Foren herum schlagen, Raubkopierer lachen nur darüber. In Europa werden die Fernsehzuschauer unterdessen mit HD+ beglückt, eine Empfangsnorm, die bei Satellitenempfängern das Aufnehmen, Spulen, ja sogar das Überspringen von Werbung verhindert. Nur den Zuschauer zu verpflichten, während der Werbeblöcke nicht aufs WC zu gehen, ist noch nicht gelungen ...

Doch auch Musikliebhaber durften sich lange grün und blau ärgern. Wem die Qualität von MP3's ja sogar CD's zu schlecht war, bekam vor einigen Jahren eine neue Dimension der Soundqualität versprochen und zwar auf DVD-Audio ... und SACD. Mithin zwei absolut inkompatible Formate, was darin endete, dass beide starben und es nun auch fast keine Geräte mehr gibt, welche diese Disks spielen können. Aber immerhin gibt es jetzt viele dieser Titel wieder auf spezialisierten, legalen Portalen zum nochmals runterladen ... nach erneuter Zahlung.

Wie das überhaupt so eine Sache ist. Von manchen Filmen besitzen Filmfans vier oder mehr Versionen: Die Normale DVD, die extended DVD und dann nochmals das gleiche für BluRay ... und nun kommt noch die 3D-Version raus. Den Konsumenten einen Rabatt (zum Beispiel für einen Eintausch der alten Medien) anzubieten ist den Rechteverwertern nie eingefallen.

Der eigentliche Witz an den oben genannten (und vielen anderen) Beispielen ist wohl, dass mit solchen Massnahmen jene bestraft werden, die tatsächlich für die Inhalte bezahlen. Raubkopierer mit gewerblichen Absichten hingegen lassen sich durch die Massnahmen der Industrie nicht schrecken: Jeder neue Kopierschutz wird meist innert Wochen- oder dann Monatsfrist geknackt - zurück bleiben jene, die sich auf legale Weise Unterhalten wollen und erst einen Hindernisparcours bewältigen müssen.

Was hier immer noch passiert, ist der Versuch, ein altes Geschäftsmodell in einer neuen Welt zu verteidigen, statt festzustellen, was - neben der Tatsache, dass die Downloads gratis seien (wobei Verbindungskosten, Abos für Downloaddienste und Urheberrechtsabgaben auf Internetanschlüsse ausgeblendet werden) - diese noch für Vorteile haben.

Gute Verfügbarkeit, Qualität und vor allem auch problemloser Konsum zeichnen die «Piraten-Downloads» aus, Eigenschaften, welche auch von iTunes, Amazon und anderen Online-Diensten zum Teil übernommen wurden und deren Erfolg erklären.

Abomodelle mit Top-Qualität, Cloud-Services (Wall-Mart bietet in den USA eines an, bei dem gekaufte DVD's für 2 US$ online zur Verfügung stehen und sogar auf BluRay-Qualität aufgewertet werden können) und das Gefühl, dass Kunden primär als Menschen, die Geld bringen und nicht als potentielle Verbrecher und Alltagsärgernisse betrachtet werden, könnten der Unterhaltungsindustrie einiges bringen.

Denn echt: wer jene, die einem Geld geben, wie Idioten behandelt, denen man Rechnungen stellen kann, muss sich auch nicht wundern, wenn diese irgendwann finden, dass es reicht und zu den Piraten überlaufen.




nachrichten.ch 1

UV-Beständigkeit: Ein Schlüssel für langlebige Outdoor-Werbemittel In der dynamischen Welt der Aussenwerbung spielt die Widerstandsfähigkeit gegen Umwelteinflüsse eine entscheidende Rolle. Eine der grössten Herausforderungen ist die UV-Strahlung, die Materialien im Freien stark beansprucht. Der Fokus liegt darauf, wie UV-Beständigkeit im Jahr 2026 die Langlebigkeit von Outdoor-Werbemitteln beeinflusst und welche strategischen Ansätze dabei eine Rolle spielen. Fortsetzung




Archiv

Patrik Etschmayer
Gute alte Zeit? Warum die Türe zu bleiben muss!


Peter Achten / Peking
Modell für die ganze Welt?


Regula Stämpfli
Es ändert sich nichts


Patrik Etschmayer
GA-CH: Das Halb-Millionen-Franken Schnäppchen


Peter Achten / Peking
Die Grosse Unordnung


Regula Stämpfli
Markt für Flüchtlinge


Patrik Etschmayer
ROSS for Bundesrat?


Peter Achten
«Verantwortungsvoller Atomstaat»


Regula Stämpfli
Armeechefs ohne Demokratie


Patrik Etschmayer
Tipps zum sicheren Abheben


Peter Achten / Peking
Das Jianbing-Staatsgeheimnis


Regula Stämpfli
Abschied von der Konkordanzschweiz


Peter Achten / Peking
Golf mit proletarischem Schwung


Patrik Etschmayer
Die wahren Verfolgten


Regula Stämpfli
Konzernrecht bricht Verfassungsrecht


Patrik Etschmayer
Initiative für die bedingungslose Briefkastenfirma


Peter Achten / Hanoi
Pho von Frau Lam


Regula Stämpfli
Sozialsystem oder Bedingungslosigkeit


Patrik Etschmayer
Drápas für Diktatoren


Peter Achten / Peking
Krasser SwissTaste


Regula Stämpfli
Maurer-Papers: Volksvertreter? Bankensprecher!


Patrik Etschmayer
Regierung oder Waschmaschine?


Peter Achten / Peking
«Das sind keine Träume»


Regula Stämpfli
Bürokratische Monster


Patrik Etschmayer
Tun als ob ... oder einfach tun, ganz ohne 'ob'


Peter Achten / Peking
Eisenbahn der Superlative


Regula Stämpfli
Kontrollieren mich die Tatsachen?*


Patrik Etschmayer
Erdowie, Erdowo, Erdowan!


Peter Achten / Peking
«Rücksichtslos die Axt anlegen»


Regula Stämpfli
Kampf der Kulturen? Welche Kultur denn?


Patrik Etschmayer
Kurssprung der Angst-Aktien


Peter Achten / Peking
Kleines Geschäftchen in der Grossen Halle


Regula Stämpfli
Lobbys machen Lobbykritik


Patrik Etschmayer
Alternative für Drumpf!


Peter Achten / Peking
Realpolitik pur


Regula Stämpfli
Ideologischer Mehltau


Patrik Etschmayer
Gebrauchtwagenhändler als Präsident!


Peter Achten, Bejing
Probleme im Tiefwasser


Regula Stämpfli
Geldsorgen gefährden Ihre Gesundheit


Patrik Etschmayer
SVP lanciert Ende Jahr EAI (Eliten-Ausschaffungs-Initiative)


Peter Achten / Peking
«Wir sind absolut loyal!»



Saudi-Arabien: Franken hui -Flüchtlinge pfui


Patrik Etschmayer
Und alle zusammen: ChuchiCHexit!


Peter Achten / Peking
«Sehnsucht nach Fussball»


Regula Stämpfli
Frauenkörper und Politik


Patrik Etschmayer
Die 500-Euro Frage


Peter Achten
Neunerprobe für die «Lady»


Regula Stämpfli
Rassismus für Glaubwürdige


Patrik Etschmayer
Hassen in der Blase


Peter Achten / Peking
Affen-Kälte - Affen-Hitze


Regula Stämpfli
Schiessbefehl gegen Journalisten


Patrik Etschmayer
Die Quartals-Realität


Peter Achten
Politisch korrekt und stabil


Regula Stämpfli
Demokratie geht immer


Patrik Etschmayer
Reppy for President?


Peter Achten / Peking
«Sichere» Zigaretten?


Regula Stämpfli
Der Politologe schützt das Volk


Patrik Etschmayer
«Keine Präsenz ohne Honorar»


Peter Achten / Peking
Status Quo mit Distanz


Regula Stämpfli
Im Bett mit Varoufakis


Patrik Etschmayer
Wenn der Bösewicht kein «Joker» ist


Peter Achten / Peking
Regionaler Morast in Ostasien


Regula Stämpfli
Speichelpolizei Bern


Patrik Etschmayer
Wenn der Rand ins Zentrum schleicht


Peter Achten / Peking
Tief einatmen!


Regula Stämpfli
Die Vorteile von Menschen mit Menstruationshintergrund


Patrik Etschmayer
Rückblick auf das nächste Jahr: Teil 2


Peter Achten / Peking
Le Petit Prince à la chinoise


Regula Stämpfli
UBER-Lösung: Die Deklaration der Daten-Unabhängigkeit


Patrik Etschmayer
Rückblick auf das nächste Jahr: Teil 1


Peter Achten / Peking
Hong Kong: Pressefreiheit in Gefahr?


Regula Stämpfli
Die Zeichensprache des Bösen


Patrik Etschmayer
Wo die Wahrheit zum Sterben hin geht


Peter Achten / Peking
Roter Wahlabend in Peking


Regula Stämpfli
Gewählt ist: Hashtag


Patrik Etschmayer
Die faschistische Internationale auf dem Vormarsch


Peter Achten / Peking
Kohl und Kohle - Atemlos


Regula Stämpfli
Einmal Lüge, immer Lüge


Patrik Etschmayer
Sparen wir die Zukunft weg!


Peter Achten / Peking
Der rosarote Hunderter


Regula Stämpfli
Phänomenomics(TM): Viagra übernimmt Botox


Patrik Etschmayer
Mauern mit Donald


Peter Achten
Xi, Obama und das «Great Game»


Regula Stämpfli
Mörderische Ordnungsprinzipien


Patrik Etschmayer
Die Geier des Grauens


Regula Stämpfli
Die Gegenwart der Geschichte


Peter Achten
Dritter Anlauf zur Demokratie



Alles an seinen Platz


Peter Achten / Peking
Nach dem Holz- der Kohle-Ausstieg?


Regula Stämpfli
«Haha» sagt der Clown: Über Dämonen in der Politik


Patrik Etschmayer
Die Suche nach dem Homosexualitäts-Gen: Schwachsinn oder Notwendigkeit?


Peter Achten / Peking
«Es gibt keine Abkürzungen»


Regula Stämpfli
#Wurstgate&Biopolitik


Patrik Etschmayer
Weltuntergangsbeleuchtung oder Chance?


Peter Achten / Peking
Kai Dang Ku - Windelweich


Regula Stämpfli
Rechts«rutsch» dank Finanzkrise


Patrik Etschmayer
Blocher-Clan


Peter Achten / Peking
Grenzen der Armut


Regula Stämpfli
Marke Schweiz: Frauenverhöhnung


Patrik Etschmayer
Akrasia und die Krisen